Gute Qualität und richtige Zusammensetzung der Fütterung eines Pferdes ist ein wesentlicher Faktor zur Vorbeugung einer Kolik.

Worauf müssen Sie achten?

Füttern sie ihr Pferd nicht unmittelbar vor starker körperlicher Belastung – auch wir gehen nicht gleich nach dem Essen zum Hocheistungssport!

Heuqualität: Prüfen sie den Heuballen (am Rand und auch in der Mitte!) auf den guten Heugeruch, schauen sie die Farbe an- es sollte ein schönes Grün sein, aromatisch riechen und eine geringe Staubbelastung haben). Man kann das Heu auch im Labor auf Schimmelpilzbelastung testen lassen.

Angeschimmeltes, feuchtes oder sehr staubiges Heu sollte vermieden werden. Erstens schmeckt es nicht gut und die Tiere fressen es nicht gerne – es kommt zu längeren Futteraufnahmepausen. Zweitens können Schimmeltoxine neben den negativen Auswirkungen durch Giftstoffen (Mykotoxinen) per se auch Fehlgärungen im Darm, eine zu starke Bildung von Gasen oder Durchfällen bewirken.

Schimmelkontaminiertes Futter kann zwar bedampft oder gewaschen werden, die Mykotoxine bleiben jedoch im Heu und können diverse Erkrankungen begünstigen – auch Koliken.

Grünfutter: vor allem in den Übergangszeiten zu  Beginn der Koppelhaltung empfiehlt es sich, die Pferde langsam an die neue Situation zu gewöhnen. Frisches Gras ist sehr proteinreich, anders, als das rohfaserreiche Heu.Die Darmbakterien, die das Futter aufspalten müssen sich aufgrund der neuen Herausforderungen erst anpassen. Das braucht Zeit. Kein Grünfutter füttern, das mit dem Rasenmäher gemäht wurde! Die Halme sind viel zu kurz, die Pferde kauen nicht ausreichend, es kann zu Verstopfungen kommen. Angewärmtes Grünfutter verursacht ebenfalls Fehlgärungen! Auf jeden Fall zu vermeiden ist zu kaltes oder gar gefrorenes Futter.

Anpassen des Kraftfutters: am besten zuerst gutes Heu füttern, dann die, an die Leistung des Pferdes angepasste, Menge an Kraftfutter. Zuviel des „ Guten“ kann wiederum zu Fehlgärungen führen und damit eine Kolik auslösen. Wieviel Kraftfutter ihr Pferd braucht, können sie vom Tierarzt ihres Vertrauens berechnen lassen.

Zu kaltes oder gar gefrorenes Futter ist zu vermeiden.

Im Winter sollte auch darauf geachtet werden, dass das Trinkwasser nicht zu kalt ist – besonders, wenn ihr Pferd nach körperlicher Anstrengung sehr durstig ist.